Der Tsunami und die Folgen
Was Unternehmen fürchten
So dämmen Sie Risiken ein
1. Szenarioplanung
2. Crossfunktionale Teams
3. Hedging
4. Einbeziehung der Kunden
5. Unternehmenskultur
Fazit
Abbildungen + Diagramme
Infografik
Anzahl Seiten: 5
Anzahl Zeichen: 17.657
Anzahl Worte: 2.092
Preis: 6,00 €
Von Thorsten Makowski, Felix Papier und Florian Walter
Es waren zwei Jahre der unliebsamen Überraschungen für international tätige Unternehmen: erst der Vulkanausbruch auf Island 2010, im März 2011 dann die Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan und im Oktober auch noch die Überschwemmungen in Thailand. Für viele Einkaufsabteilungen hieß das: Materialien kamen zu spät oder gar nicht an, Zulieferer gerieten in Schwierigkeiten oder mussten die Produktion ganz einstellen.
Für Unternehmen mit einem funktionierenden Risikomanagement im Einkauf dürfte das zwar lästig, aber nicht existenzbedrohend gewesen sein. Doch wie die Neuauflage unserer großen globalen Einkaufsstudie zeigt, gibt es in knapp 40 Prozent aller Einkaufsabteilungen überhaupt kein Management für externe Risiken - dazu zählen nicht nur Naturkatastrophen, sondern auch Probleme durch explodierende Rohstoffpreise, politische Unruhen, drastische Änderungen der Wechselkurse oder Lieferanten, die ökologische und soziale Standards nicht beachten.
Wie Unternehmen solche Risiken im Einkauf sinnvoll managen können, zeigen wir Ihnen auf den nächsten Seiten.
Für unsere Studie - die zweite nach 2009 (siehe den Beitrag "Richtig sparen im Einkauf", Harvard Business Manager 4/2010) - befragten wir Einkaufsleiter, CEOs und andere Top-Führungskräfte von 1005 Unternehmen in 67 Ländern. Damit handelt es sich um die größte und international am breitesten angelegte Studie zum Thema Einkauf. Die Daten erhoben wir in der Zeit von August bis Dezember 2011, also etwa ein halbes Jahr nach der Katastrophe in Japan. Die Auswirkungen des Tsunamis und des Atomunfalls von Fukushima spielten deshalb in der Auswahl unserer Fragen eine große Rolle. Neben Konzernen wie Coca-Cola, IBM, Siemens und Bayer befragten wir auch kleine und mittelständische Unternehmen.
Bei der Studie unterstützten uns die American Purchasing Society, der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, die Internationale Handelskammer (ICC) Deutschland sowie die ESSEC Business School in Paris.