RSS Sonntag, 26. Mai 2013

Inhalt Inhalt

Anzahl Seiten: 10
Anzahl Zeichen: 33.150
Anzahl Worte: 4.528
Preis: 6,00 €

Selbstmanagement

Werden Sie belastbarer!

Von Joshua D. Margolis, Paul G. Stoltz

Heute werden Manager in rascher Folge mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Ein vierstufiges Trainingsprogramm hilft, Krisen mutig und dynamisch zu bewältigen, statt lange über deren Ursachen zu grübeln.

Eigentlich läuft alles ganz gut. Da ruft plötzlich ein wichtiger Kunde an und sagt: "Wir arbeiten ab dem nächsten Monat mit anderen Lieferanten zusammen. Ihr Unternehmen passt leider nicht mehr zu unserer Strategie." Oder drei Kollegen, die alle ungefähr zur selben Zeit in Ihrer Firma angefangen haben wie Sie, sollen jetzt befördert werden - nur Sie nicht. Oder Ihr Team verliert durch betriebsbedingte Kündigungen nun schon den dritten guten Mitarbeiter. Egal, ob die Marktlage schlecht ist oder nicht - Sie müssen Ihre Umsatzvorgaben auf jeden Fall erreichen, sind dabei aber jetzt ausgerechnet auf zwei der unkooperativsten Mitarbeiter Ihres Teams angewiesen.

Wie verhalten Sie sich in solchen Situationen? Reagieren Sie wütend und enttäuscht, schimpfen wie ein Rohrspatz und klagen allen Leuten, die es hören wollen, Ihr Leid? Sind Sie deprimiert und sehen sich als Opfer negativer Umstände? Finden Sie sich resigniert mit der grausamen Realität ab, obwohl Sie sie andererseits doch eigentlich noch gar nicht so richtig wahrhaben wollen? Oder empfinden Sie das Problem als spannende Herausforderung (auch wenn sich vielleicht ein wenig Furcht in Ihre Begeisterung mischt), weil Sie darin eine bisher ungeahnte Chance sehen, Ihre Talente und Fähigkeiten weiterzuentwickeln? Wahrscheinlich haben Sie alle diese Reaktionen schon einmal durchlaufen, wenn Sie mit schwierigen Situationen konfrontiert waren - vielleicht erleben Sie in einer Phase, in der alles schiefzugehen scheint, sogar ein richtiges Wechselbad unterschiedlichster Gefühle.

Doch ganz egal, wie Ihre erste Reaktion auch aussieht: Die Herausforderung besteht darin, eine negative Erfahrung in eine produktive Situation umzumünzen - also in Krisensituationen belastbar zu sein. Diese sogenannte psychische Resilienz ist die Fähigkeit, rasch und konstruktiv auf Krisen zu reagieren - eine Dynamik, die hinter den meisten Überlebensgeschichten steckt. Diese Eigenschaft besaßen zum Beispiel die schwer traumatisierten Menschen und Unternehmen, die nach den Anschlägen vom 11. September oder dem verheerenden Hurrikan "Katrina" rasch wieder auf die Füße kamen. Doch diese seelische Widerstandskraft ist nicht immer leicht aufzubringen: Nach einem schweren Rückschlag können Angst, Zorn und Verwirrung uns manchmal förmlich lähmen. Sich in Schuldzuweisungen zu ergehen, statt Lösungsansätze zu entwickeln, ist leider eine nur allzu menschliche Neigung. Und was noch schlimmer ist: Die Menschen, die wir um Rat bitten, geben uns in so einer Situation vielleicht genau die falschen Empfehlungen.

Jahrzehntelange Forschungsarbeiten von Psychologen zu Themen wie Widerstandsfähigkeit, erlernte Hilflosigkeit, Stressbewältigung und dem Zusammenhang zwischen Denkstil und Gesundheit haben bestätigt, dass jeder Mensch ein eigenes konsistentes Denkmuster hat, mit dem er die Wechselfälle des Lebens betrachtet und verarbeitet - und den meisten Menschen ist dieses Muster kaum bewusst (siehe auch "Was ist ... Resilienz?", Seite 33).

Vielleicht ist es ein unbewusster Reflex, bei traumatischen Erlebnissen in die Vergangenheit zurückzublicken und dort nach einer Erklärung zu suchen. So eine Analyse kann sicher auch ganz sinnvoll sein - aber nicht, wenn starke negative Emotionen uns daran hindern, die Krise zu überwinden und anschließend wieder ganz normal weiterzuleben.

Zum Weiterlesen können Sie das vollständige PDF-Dokument erwerben.




Nach oben