RSS Montag, 21. Mai 2012

Inhalt Inhalt

Anzahl Seiten: 11
Anzahl Zeichen: 37.720
Anzahl Worte: 5.050
Preis: 4,00 €

Strategie

So haben grüne Geschäftsmodelle Erfolg

Von Mark W. Johnson und Josh Suskewicz

Konventionelle Ansätze zur Vermarktung umweltfreundlicher Produkte und erneuerbarer Energien konzentrieren sich meist zu sehr auf technische Fragen. Entscheidend ist aber, Technik, Geschäftsmodell, Vermarktung und politische Rahmenbedingungen zu einem Gesamtkonzept zu verknüpfen.

Wie kommen wir von einer auf fossilen Brennstoffen basierenden Wirtschaft zu einer sauberen, einer sogenannten Cleantech-Wirtschaft auf Grundlage erneuerbarer Energien? Im Silicon Valley wimmelt es von Projekten auf diesem Gebiet, und ehrgeizige Ideen aus der Politik machen die Runde. Die US-Regierung um Barack Obama will mehr als 100 Milliarden Dollar für nachhaltige Technik bereitstellen, China 200 Milliarden, die G-20-Nationen zusammen 400 Milliarden. Allein in den vergangenen drei Jahren haben Wagniskapitalgeber weltweit gut 20 Milliarden Dollar in Cleantech-Unternehmen investiert.

Bislang allerdings geht der Löwenanteil dieser Investitionen in Unternehmen mit konventionellen Geschäftsmodellen - saubere Technik soll in bestehende Systeme integriert werden. Doch leider, so zeigt die Geschichte, funktioniert das meistens nicht. Es ist keine Überraschung, dass Start-ups Schwierigkeiten bekommen, wenn sie mit alteingesessenen Spielern auf etablierten Märkten konkurrieren müssen. Durch disruptive Marktkräfte wird saubere Technik die fossilen Brennstoffe möglicherweise in vielen Jahren ablösen, so wie der PC die Großrechner verdrängt hat (siehe Kasten Seite 33). Wenn wir nicht so lange warten wollen, müssen wir gezielt einen grundlegenden Wandel in unserer Energieversorgung anstoßen.

Keine Frage: Das ist ein ehrgeiziges Ansinnen, das Denken im ganz großen Rahmen erfordert. Der Schlüssel zum Erfolg, so glauben wir, liegt in einer wichtigen Erkenntnis. Bei einem bedeutsamen Wandel in der Infrastruktur geht es nicht darum, Technik durch andere Technik zu ersetzen. Stattdessen treten Systeme an die Stelle von Systemen.

Vorbild Edison

Vor etwa einem Jahrhundert, bei der Einführung der Glühbirne, erkannte Thomas Edison die systemische Natur technischer Transformationen. Ihm war klar, dass seine Erfindung - so innovativ sie auch war - die Petroleumbeleuchtung nicht aus eigener Kraft würde verdrängen können. Statt zu fragen "Wie löse ich das technische Problem, eine Glühbirne zu erfinden?", überlegte Edison, wie er Kunden dazu bringen konnte, von Petroleum zu Strom zu wechseln. Er verstand, dass elektrisches Licht trotz seiner vielen Vorteile Petroleum nur dann ersetzen würde, wenn es ein eigenes, wirtschaftlich konkurrenzfähiges Netzwerk dafür gab.

Zum Weiterlesen können Sie das vollständige PDF-Dokument erwerben.




Nach oben