1. Durchsetzungsnetworking
2. Unterstützungsnetworking
3. Reputationsnetworking
Fazit
Abbildungen + Diagramme
Infografik
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Von Felix Reiners
Networking ist weit mehr als nur das emsige Sammeln von Visitenkarten, das regemäßige Verabreden zum Lunch oder das gezielte Verabreichen von Aufmerksamkeiten. Manager im Unternehmen gehen je nach beruflichem Ziel, bereits erreichter Karrierestufe und Persönlichkeit sehr unterschiedlich und selektiv auf die Suche nach Vertrauten.
In Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern habe ich nach Führungskräften gesucht, die gerade eine neue Position auf einer hohen Managementebene angetreten haben. Insgesamt 18 Manager wurden innerhalb eines halben Jahres zweimal befragt. Im ersten Interview kurz nach dem Einstieg ins Unternehmen sollten sie ihre Strategien und Ziele beim Networking dar-legen. Sechs Monate später berichteten sie, welche positiven und welche un-erwünschten Folgen ihre Ziele und Strategien hatten.
Aus dieser Untersuchung und aus Erkenntnissen des Managementcoachs Dorothee Echter leite ich ab, dass Führungskräfte beim Networking drei unterschiedlichen Strategien folgen. Je nach Ziel beim Aufbau des Netzwerks handelt es sich um Durchsetzungsnetworking, Unterstützungsnetworking oder Reputationsnetworking. Jeder Strategietyp wirkt anders und besitzt ein charakteristisches Chancen- und Risikenprofil.
1. Durchsetzungsnetworking
Beim Durchsetzungsnetworking geht es darum, das eigene Netzwerk zu nutzen, um Einfluss zu nehmen und seinen Überzeugungen Nachdruck zu verleihen. Typischerweise suchen sich Manager, die diese Networkingstrategie verfolgen, Partner aus den obersten Hierarchieebenen. Dieser Kreis der Mächtigen dient dazu, die eigenen Vorstellungen und Ideen mit großer Rückendeckung und gegen alle anderen Interessen durchzuboxen.