RSS Montag, 21. Mai 2012

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Was war da los?

Das war doch gar nicht Zweck der Liste.

Wie lange kann dieser Prozess dauern?

Worum soll es da gehen?

Und wie?

© 2009 Harvard Businessmanager

Produktnummer 200907010, siehe Seite 104

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Gespräch

"Bei Männern wird kaum nach der Qualifikation gefragt"

Von Britta Domke

Mit der Forderung nach einer gesetzlichen Quote kämpft der Verein "Frauen in die Aufsichtsräte" (FidAR) für mehr Managerinnen in deutschen Kontrollgremien. Im Interview erläutert Präsidentin Monika Schulz-Strelow, warum sie erst kürzlich von einer freiwilligen Regelung abgerückt ist, was Frauen in Aufsichtsräten erleben und wie sie Kandidatinnen fit machen will für ein Mandat.

Frau Schulz-Strelow, in Norwegen müssen Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen seit 2008 eine Frauenquote von 40 Prozent erfüllen - was mittlerweile landesweit umgesetzt ist. Sie fordern mit Ihrem Verein "Frauen in die Aufsichtsräte" (FidAR) für Deutschland ebenfalls eine Quote, allerdings nur von 25 Prozent. Fehlt Ihnen der Mut zu mehr?

SCHULZ-STRELOW Natürlich ist unsere langfristige Vision die paritätische Besetzung, also ein Anteil von jeweils 50 Prozent Frauen und Männern in Aufsichtsräten. Aber ich denke lieber in machbaren Schritten als in Visionen, die ich wahrscheinlich nicht mehr erleben werde. Und weil ich gern irgendwann die Früchte meiner Arbeit sehen möchte, sind 25 Prozent der erste notwendige und machbare Schritt. Außerdem klingt das nicht so erschreckend wie 40 Prozent.

Sie wollen die Männer also mit Ihrer Forderung nicht allzu sehr erschrecken?

SCHULZ-STRELOW Ja, denn wir brauchen auch die Männer auf unserer Seite. Bei den FidAR-Diskussionsrunden im vorigen Jahr waren ausschließlich Frauen anwesend. Heute laden wir bewusst auch Männer dazu ein.

Interessanterweise war es in Norwegen ein Mann, Wirtschaftsminister Ansgar Gabrielsen, der handstreichartig die Frauenquote verkündete, ohne lange darüber zu diskutieren. Brauchen wir in Deutschland womöglich auch so einen Paukenschlag - und so einen Mann?

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