Blogs: Jeder ist gleichzeitig Publizist und Leser
Soziale Netze: Gemeinsam schlauer
Virtuelle Welten: Raum zum Begreifen
Kommunikation
Fortbildung
Marketing
Entwicklung
Unternehmensprozesse
haben und muss noch weiter untersucht werden.
Ausblick
Anzahl Seiten: 11
Anzahl Zeichen: 37.370
Anzahl Worte: 4.980
Preis: 4,00 €
Von Michael Leitl und René Algesheimer
Ende 2006 gab es an der amerikanischen Westküste einen Chemieunfall. Mehrere Dutzend Menschen wurden verletzt, die alle im örtlichen Krankenhaus versorgt werden sollten - doch Ärzte und Pflegepersonal waren mit der Situation überfordert. Es gab regelrechte Bettenstaus, weil die Flure an manchen Stellen zu eng waren, einige Patienten reagierten allergisch auf bestimmte Medikamente. Nachdem alle Verletzten versorgt waren, erkannte das Management: Auf einen derartigen Ansturm war die Klinik schlecht vorbereitet.
Glücklicherweise war dieser Fall eine Simulation. Ärzte, Pfleger und Patienten saßen vor Computerbildschirmen und spielten die Katastrophe in einer virtuellen Welt durch, die das amerikanische Unternehmen Forterra gemeinsam mit einer Klinik entwickelt hat und betreibt. In dieser Welt waren der Ort und die Klinik detailgetreu nachgebaut - bis hin zu funktionstüchtigen medizinischen Diagnosegeräten.
Virtuelle Welten werden in einem Atemzug mit neuen Werkzeugen genannt, die unter dem Oberbegriff Web 2.0 derzeit für Furore sorgen. Viele Unternehmen setzen diese Technologien bereits ein. Doch oft ist die Enttäuschung groß, weil die
durch den Hype erzeugten Erwartungen nicht erfüllt wurden. Denn eines ist all diesen Angeboten gemein: Nur wer ein Ziel oder etwas mitzuteilen hat, wird vom Web 2.0 profitieren. In dem vorliegenden Beitrag wollen wir der Frage nachgehen, wie Kommunikation, Wissensmanagement, Marketing, Fortbildung, Entwicklung und Prozessmanagement von Web-2.0-Werkzeugen profitieren können - und wo deren Grenzen liegen.
Wie verbreitet Web-2.0-Anwendungen in Unternehmen sind, zeigt eine Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey vom Januar 2007. Demnach nutzt jeder Zweite der 2847 weltweit befragten Manager kooperative Arbeitsplattformen oder plant deren Einsatz, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Sie nutzen dabei Webservices, also Programme, die Daten über standardisierte Schnittstellen anbieten wie Google Maps, oder Social Software - also Angebote, mit deren Hilfe viele Nutzer gemeinsam Informationen austauschen wie das Videoportal You Tube.