RSS Mittwoch, 22. Mai 2013

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Wie funktioniert Ihre Fertigung konkret?

Mit welchem Ergebnis?

Haben Sie dafür ein Beispiel?

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Produktion

Vom Fließband zur Einzelfertigung

Von Gardiner Morse

Linn Products im schottischen Glasgow ist ein Hersteller ausgefeilter Audio- und Videosysteme. Was die Firma von nahezu allen anderen Herstellern der Branche unterscheidet: Jeder Mitarbeiter baut allein ein Produkt in Handarbeit zusammen.

Sie haben Ihr modernes Fließbandsystem abgeschafft, um einen Prozess zu installieren, den Sie "Bauen auf einer Bühne" ("singlestage build") nennen. Warum?

TIEFENBRUN Es ist einfach falsch, dass Fließbänder besonders effektiv sind. Die Produktion am Band kann nur so schnell voranschreiten, wie es das langsamste Glied in der Kette erlaubt, beziehungsweise so schnell, wie die Mitarbeiter bei den Nacharbeiten mit der Produktion am Förderband mithalten können. Wir haben schon sehr früh ein Fließband bei uns in der Produktion installiert und haben versucht, wie eine Miniaturausgabe eines Automobilunternehmens zu produzieren. Aber sosehr ich es auch versucht habe, es gelang mir nie, den Produktionsprozess ordentlich zu synchronisieren.

Unsere Produktion heute ist sowohl altmodisch als auch durch Hightech geprägt. Bei Linn wird jedes Produkt von Hand zusammengefügt, von einem einzigen Mitarbeiter. Dieser Produktionsansatz ähnelt der Methode des Computerbauers Dell. Nur dass die Produkte von Linn weitaus komplexer sind. Es müssen dabei Hunderte von Komponenten getestet und zusammengesetzt werden.

Wie funktioniert Ihre Fertigung konkret?

TIEFENBRUN Als ich eines Tages wieder frustriert darüber war, dass es mir nicht gelang, den Produktionsprozess zu optimieren, bat ich eine Mitarbeiterin aus der Produktionslinie für Plattenspieler zu mir. Sie sollte alle dafür nötigen Teile zusammensuchen, sie zusammenzusetzen und mir das Endprodukt zeigen. Sie sah mich etwas befremdet an und zog dann los, um die Teile zu holen und zu montieren. Sie schaffte dies in 17,5 Minuten - am Förderband dauerte derselbe Vorgang 22 Minuten. Das war ein Aha-Erlebnis für mich.

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