Nur Frankreich ziert sich noch.
Was könnte dann passieren?
Woher nehmen Sie diese Zuversicht?
den Wert von Patenten erkennen.
Und was konkret macht das Europäische Patentamt?
Was haben die Unternehmen davon?
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Von Michael Leitl und Lothar Kuhn
Herr Pompidou, wer heute ein Patent anmeldet, muss sehr viel Geld bezahlen, hat viel Arbeit und kann trotzdem seine Ansprüche in Ländern wie China kaum durchsetzen. Die Open-Source-Bewegung zeigt, dass hervorragende Produkte auch ohne Patentschutz entstehen können. Sollten wir Patente nicht einfach abschaffen?
Pompidou Da fühle ich mich persönlich angegriffen! Nicht nur als Chef des Europäischen Patentamts (EPA), sondern auch als Forscher und als Patentinhaber. Sehen Sie, ein Patent ist eine Auszeichnung für den Erfinder. Eine Anerkennung seiner Intelligenz, seiner Kreativität und des Mehrwerts, den er geschaffen hat. Außerdem gibt ein Patent dem Erfinder das Recht, seine Idee eine gewisse Zeit lang als Einziger zu nutzen. Auf Grund dieser Monopolstellung kann er seine Erfindung wirtschaftlich verwerten - arbeitet er nach den Regeln der Open-Source-Bewegung, ist das ungleich schwerer.
Das Recht, von dem Sie sprechen, hat in Europa einen stolzen Preis. Ein Patent in den USA anzumelden ist erheblich billiger.
Pompidou Das stimmt. Und wir arbeiten daran, dass das anders wird.
Heute muss ein Maschinenbauer, der eine neue Pumpentechnik in sechs europäischen Ländern für zehn Jahre patentieren lässt, 31 580 Euro bezahlen. Warum ist das so teuer?