RSS Mittwoch, 23. Mai 2012

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Wann ein IT-Ausschuss sinnvoll ist

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Strategischer Modus (offensiv)

IT-Aufsicht leicht gemacht

Bestandsaufnahme (alle Modi)

So richten Sie einen IT-Ausschuss ein

Fazit

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Corporate Governance

Wie Sie Ihre IT-Strategie richtig überwachen

Von F. Warren McFarlan und Richard Nolan

Investitionen in Informationstechnologie zu steuern ist eine schwierige Aufgabe. Unternehmen sind von der Technik abhängig, und gleichzeitig nimmt deren Komplexität zu. Eine Kontrolle der IT-Aktivitäten auf Aufsichtsratsebene tut Not. Aber sie muss zur Strategie des Unternehmens passen.

Seit dem Jahr-2000-Problem sorgen sich Unternehmensführer - Vorstand und Aufsichtsrat - um die Abhängigkeit ihrer Firmen von Informationstechnologie (IT). Computerabstürze, Angriffe auf die Funktionstüchtigkeit des Systems, Konkurrenzdruck oder der Zwang, neue gesetzliche Vorschriften einzuhalten, haben sie stärker für Risiken sensibilisiert. Dennoch herrscht im Topmanagement und in den Aufsichtsgremien noch immer Unsicherheit, wenn es um die Kosten für IT und die strategische Ausrichtung des Unternehmens in diesem Bereich geht.

Obwohl oft mehr als 50 Prozent der Investitionen in IT fließen, begnügen sich die meisten Unternehmensführer mit Entscheidungsstandards, die sie sich von den Praktiken anderer Unternehmen abgeschaut haben. Nur wenige begreifen, wie abhängig sie von Computersystemen sind und welche Rolle IT bei der Formulierung ihrer Strategie einnimmt.

Das scheint entschuldbar, gab es doch bisher keine anerkannten Standards für die Aufsicht über das IT-Management. Bei Aufsichtsratsausschüssen anderer Unternehmensbereiche ist völlig klar, wie die Kontrolle aussehen muss. In den Vereinigten Staaten ist die Aufgabe des Audit Committee (Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats für Bilanzierungs- und Finanzierungsfragen) in den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung eindeutig festgelegt; sie wird untermauert von den Vorschriften, wie sie etwa bei der New York Stock Exchange (NYSE) und der Securities and Exchange Commission (SEC) gelten.

Auch das für Topmanagervergütung zuständige Compensation Committee arbeitet nach allgemein akzeptierten Regeln. Es engagiert externe Berater mit dem Auftrag, seine Ergebnisse zu überprüfen und den Aktionären die Entscheidungen zu erläutern. Schließlich hat auch das Governance Committee eine klare Aufgabe. Es überprüft die Zusammensetzung des Vorstands und gibt Empfehlungen, wie dessen Arbeit verbessert werden kann. Aufsichtsräte halten diese Standards zwar nicht immer ein, es gibt sie aber immerhin.

Vergleichbares Wissen oder nachahmenswerte Beispiele in Bezug auf das Thema IT gab es in den Aufsichtsräten bislang nicht. Den Mitgliedern dieses Gremiums fehlen häufig grundlegende Kenntnisse, um zu Risiken und Kosten der IT und zu damit verbundenen Wettbewerbsrisiken intelligente Fragen zu stellen. Dadurch sind IT-Vorstände, die wichtiges Vermögen eines Unternehmens managen, weitgehend auf sich allein gestellt. Fehlt dem Aufsichtsrat der Überblick über die IT-Aktivitäten, ist das eine brisante Sache; es gefährdet ein Unternehmen genauso sehr, als wenn es seine Finanzlage nicht überprüft.

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