Weihnachtsstress, lass nach
Rückschlag für Miau-rrr
"Seite 36", keucht Willi.
Wunsch und Befehl
Vier Experten beurteilen den Fall und geben Rat.
ERIC MCNULTY,
© 2005 Harvard Business School Publishing
Anzahl Seiten: 11
Anzahl Zeichen: 37.444
Anzahl Worte: 5.300
Preis: 4,00 €
Von Eric McNulty
Ein eisiger Wind bläst über das weitläufige Fabrikgelände der Nordpol Manufaktur GmbH. Die Straßen zwischen den massiven Klinkergebäuden sind mit luftigem weißen Schnee bedeckt. Flocken tanzen im stahlgrauen Morgenhimmel eines späten Novembertages. Doch der milde Lichterglanz aus den Fenstern und das stetige Summen der Maschinen lassen ahnen, wie emsig im Innern produziert wird.
Die Hallen 1 und 2 beherbergen den riesigen Versandbereich des Konzerns. Hier werden die Kinderbriefe an den Weihnachtsmann sortiert und mit einer Datenbank abgeglichen, die das Verhalten der jeweiligen Schreiber im Laufe des Jahres erfasst. In Halle 3 werden Spielbretter und Baukästen von Fließbändern aus glänzendem Stahl auf Paletten befördert, in Folie verpackt und für die Verteilung am Weihnachtsabend vorbereitet. Rotes Lametta ist über die Fenster entlang der Außenwand drapiert, doch keiner der emsigen Wichtel scheint etwas von der festlichen Stimmung zu bemerken.
Ein großer Mann im roten Mantel schreitet zwischen den Arbeitenden umher. Er lächelt milde und winkt den Wichteln zu, die eifrig auf der Etage hin- und herwuseln und seinen Gruß erwidern. Nur noch fünf Wochen bis Weihnachten! Der Betrieb läuft auf Hochtouren. Der Mann in Rot wird von einem kurzen, abrupten Hupen aufgeschreckt und schaut sich um - ein mit Kartons beladener Gabelstapler versucht, sich an ihm vorbeizuschlängeln.
"Tut mir Leid, Weihnachtsmann. Keine Zeit zu verlieren", ruft der Wichtel am Steuer.
"Wie läuft's denn so?", fragt daraufhin der Weihnachtsmann.