RSS Donnerstag, 17. Mai 2012

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Und funktioniert das?

Wie vermitteln Sie den Stiftungsgeist?

Wo liegen für Sie die Grenzen der Veränderung?

Beisser Das hoffe ich doch sehr.

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Gespräch

Die Elite des Königs

Von Lothar Kuhn und Cornelia Hegele-Raih

Talente zu fördern ist in Deutschland noch immer etwas Besonderes. Die Stiftung Maximilianeum ermöglicht hervorragenden Abiturienten ein sorgenfreies Studium. Vorstand Hanspeter Beißer über Elitenbildung zwischen Tradition und Moderne.

Die Stipendiaten des Maximilianeums bekommen anders als bei anderen Förderprogrammen für Begabte kein Geld, sondern freie Kost und Logis. Ist das nicht ein Anachronismus?

Beisser Deutschland ist erstaunlicherweise fast das einzige Land unter den großen Industrienationen, das Eliten nicht zu Gemeinschaften zusammenführt. Denken Sie etwa an Oxford und Cambridge, dort gibt es Colleges, an denen vielleicht 200, 300 handverlesene Studenten studieren. Sie leben dort gemeinsam, treiben miteinander Sport und lernen voneinander. Die Studierenden haben so die Möglichkeit, außerhalb des Elternhauses neue Erfahrungen zu sammeln und sich gegenseitig zu befruchten. In Frankreich, an den Grandes Écoles, oder in den USA, die das englische Vorbild übernommen haben, ist es ebenso. Dieses gemeinsame Leben und Lernen ist sehr wichtig für die Persönlichkeitsbildung. Sie müssen schon in einer Einrichtung wie dem Maximilianeum wohnen, um zu begreifen, wozu diese Institution da ist.

Bei Ihnen gibt es sogar Putzfrauen für die Zimmer. Fördert das nicht eine "Hotel-Mama-Einstellung", statt die Persönlichkeitsbildung zu stärken?

Beisser Diese Gefahr mag bestehen. Die Idee der Stiftung ist: Hochbegabte junge Menschen sollen die Freiheit erhalten, sich sorgenfrei ganz ihren Studien zu widmen. Wir erwarten aber, dass die Stipendiaten ihrerseits Verantwortung übernehmen und dieser Institution, von der sie etwas bekommen, auch etwas zurückgeben. Wer aufgenommen wird, soll nicht das Gefühl haben, dass ihm hier die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Die einen kümmern sich um die Bibliothek, die anderen um das Computersystem oder sie bereiten die Weihnachtsfeier vor. Jeder hat seine Pflichten.

Und funktioniert das?

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