Abbildungen + Diagramme
Infografik
Infografik
Anzahl Seiten: 6
Anzahl Zeichen: 23.103
Preis: 4,00 €
Von Stephan D. Hofinger
Hat harte Entwicklungsarbeit am Ende zu einer attraktiven Erfindung geführt, herrscht natürlich große Freude. Zugleich meldet sich die Sorge, ob nicht flinke Nachahmer die zu erwartenden Erträge merklich schmälern könnten. Warum also nicht an Patentierung denken, zumal die Lockrufe der Patentämter kaum zu überhören sind? Doch Vorsicht bei aller Begeisterung über die geglückte Innovation: Patentschutz darf nicht mehr kosten, als er einbringt. Gerade in einer Zeit, in der Patentämter ihr Geschäft so auszuweiten suchen, sollten Manager kühl abwägen, was Patentrechte in wirtschaftlicher Hinsicht taugen. Erst die Verwendung strenger Prüfkriterien wird zu einer effizienten Patentpolitik führen.
Die Patentämter unternehmen in jüngster Zeit vielfältige Marketinganstrengungen, um die Unternehmen zu motivieren, Patente in größerer Zahl anzumelden. Diese Aufrufe der Patentämter entspringen dem Wunsch nach einem wachsenden Geschäftsumfang. Und sie entsprechen einer weithin verbreiteten Ansicht: Wer Geld in Forschung und Entwicklung investiere, sei doch gut beraten, die resultierenden technischen Innovationen auch patentrechtlich schützen zu lassen.
Freilich bleibt dabei vollkommen außer acht, daß auch Patentpolitik vor dem zentralen Problem steht, das jedes wirtschaftliche Handeln begleitet: Wie können die knappen Ressourcen optimal eingesetzt werden?
Die Frage der Ressourcenverteilung stellt sich auf zwei Ebenen: Zum einen gilt es, generell zu beurteilen, wie sinnvoll Investitionen in den Patentschutz sind. Zum anderen brauchen die Verantwortlichen klare Anhaltspunkte dafür, wie das Patentbudget aufgeteilt werden soll. Nur damit läßt sich sicherstellen, daß die vorhandenen Mittel in die zukunftsträchtigsten Projekte fließen.
Das hier im weiteren vorgestellte Instrumentarium soll Managern helfen, Fragen wie die folgenden zu beantworten: