RSS Mittwoch, 19. Juni 2013

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Ausgangspunkte

Der Alimentationsgedanke

Der Pferdefuß

Ein häufiger Einwand

Die Gretchenfrage: Was trägt sich?

Zusammenfassung

Abbildungen + Diagramme
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Anzahl Seiten: 7
Anzahl Zeichen: 23.354
Preis: 6,00 €

An satten Deckungsbeiträgen verhungert - so könnte man viele der Firmenzusammenbrüche unserer Tage überschreiben; dennoch bleiben Deckungsbeiträge auch in schwierigen Zeiten ein unabdingbares Steuerungsinstrument

Deckungsbeiträge im Kreuzfeuer

Von Rolf Berth

Die Deckungsbeitragsrechnung ist ins Gerede gekommen, weil es sich gezeigt hat, daß sie in Flautezeiten zur Gefahr werden kann. Diese Gefahr existiert jedoch nur für denjenigen, der übersieht, was die eigentliche Funktion der Ermittlung von Deckungsbeiträgen darstellt. Sie sind ein vorzügliches und noch immer in ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unterschätztes Steuerungs- und Lenkungsmittel. Deckungsbeiträge sind aber kein Ersatz für Gewinne; man kann nicht von ihnen leben, wenn ein Gesamtunternehmen längerfristig in die roten Zahlen kommt; aber sie sind ein hervorragendes Instrument, wieder aus den roten Zahlen herauszukommen.

DR. ROLF BERTH promovierte mit dem Thema "Marktforschung zwischen Zahl und Psyche" (1960). Stationen seines Berufsweges: Reemtsma, CPC International, Levi Strauss, Rodler. Heute gehört Berth dem Vorstand der Ackermann-Göggingen AG an. Sein jüngstes Buch trägt den Titel "Management zwischen Vision und Mittelmäßigkeit" (Stuttgart, 1981).

Enttäuschungen oder Konfusion gibt es in manchen Vorstandsetagen über ein Werkzeug, dessen Wert, aber auch dessen Gefahren und Grenzen bekannt sein sollten. Dem ist jedoch nicht so. Vielleicht hängt es damit zusammen, daß wir alle in einer gewissen Unbeweglichkeit an den Erfahrungen von gestern kleben. Mancher, den die Schwierigkeiten des Markts und der Konkurrenz heute schütteln und beuteln, hat sich noch nicht richtig auf die neue Situation eingestellt. "Gestern", das war für viele Firmen lange Jahre: Wachstum; gemäßigte, aber selten rigorose Kostenkontrolle; kritische Sortimentspflege; Investment. Heute haben sich für viele diese Begriffe gewandelt und häufig umgekehrt; sie lauten jetzt: Stagnation oder Schrumpfung; Notwendigkeit drastischer Kostenreduzierung; Sortimentsstreichungen, um zu überleben; Desinvestment. In diesem Zusammenhang hat sich ein Tatbestand ergeben, der für die Wertung und den Einsatz einer Deckungsbeitragsrechnung bedeutsam ist: Produktbereiche, die unter Vollkosten liegen und nur bescheidene oder gar keine Deckungsbeiträge abwerfen, waren früher eher vereinzelte Sorgenkinder. In Zeiten der Rezession gibt es nicht wenige Firmen, in denen sie zum Regelfall werden. Nun ist nicht einzusehen, warum eine vernünftige Technik der Kostenrechnung mit dem Umschlagen des wirtschaftlichen Klimas plötzlich ihren Wert einbüßen soll. In der Tat, ihr Wesen bleibt gleich, aber ihre Funktion wandelt sich.

Ausgangspunkte

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