RSS Donnerstag, 23. Mai 2013

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Ausgangssituation

Vorgehensweise

Funktionsdiagramm

Vorbereiten der Erhebungsphase

Ablauferhebungen

Bewerten der Ist-Situation

Soll-Abläufe

Soll-Aufbau

Fazit

Abbildungen + Diagramme
Infografik
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Fallbeispiel einer vollständigen Neugestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation in einem Unternehmen

Reorganisation im Einvernehmen mit den Mitarbeitern

Von Dirk Petersen

Der Artikel schildert anhand eines Fallbeispiels die Vorgehensweise bei der vollständigen Reorganisation eines Mittelbetriebs. Zuerst erfolgt eine kurze Darstellung des theoretischen Hintergrunds, der in dieses Organisationsprojekt miteinfließt. Die Beschreibung der einzelnen Vorgehensstufen soll zeigen, wie sich systematisches Vorgehen, Einbeziehung der Mitarbeiter, der aus der Langfristzielsetzung und der Umwelt hervorgerufene Anpassungsdruck sowie die Effizienzverbesserung zusammenführen lassen.

DIRK PETERSEN ist Gesellschafter der Congena Gesellschaft für Planung, Training und Organisation mbH, München.

Bei der Betrachtung der historischen Entwicklung lassen sich vier Gestaltungsansätze in Organisationen feststellen: * Aufgabenorientierung. Hier steht isoliert die effiziente Aufgabenerfüllung im Vordergrund. Der Mensch spielt die Rolle eines optimierbaren Produktionsfaktors. * Objektorientierung. Hier steht die Ergebnisverantwortung im Vordergrund. Der Mensch spielt die Rolle des rationalen Entscheiders. * Systemorientierung. Hier steht das Zusammenspiel aller Funktionen des Unternehmens bei gleichzeitiger Öffnung für Umwelteinflüsse im Vordergrund. Daß das Entscheidungsverhalten der Mitarbeiter begrenzt rational ist, dringt langsam ins Bewußtsein ein. * Kulturorientierung. Hier steht das Konsensprinzip im Vordergrund. Das Prinzip "Organisation ad personam" trägt den menschlichen Stärken und Schwächen Rechnung. Diese vier Gestaltungsansätze können auch als Sinnbild für die vier Faktoren interpretiert werden, die bei der Gestaltung einer Organisation berücksichtigt werden müssen: die Aufgabe, die Technologie, die Umwelt, der Mensch. Die meisten Unternehmen verharren derzeit auf der Stufe der Objektorientierung, also nur zwei der vier Faktoren werden berücksichtigt. Die Objektorientierung führt zur Dominanz der kurzfristigen Ausbeutungsstrategien mit dem Ziel der Gewinnmaximierung zu Lasten von Entwicklungsstrategien für zukünftige Erfolgspotentiale. Die hochschnellende Insolvenzwelle zeigt deutlich die Folgen der Anwendung dieses Gestaltungsansatzes. Eine Analyse erfolgreicher Unternehmen ergab, daß diese die Objektorientierung überwunden haben und sich in der Phase des Übergangs von der System- zur Kulturorientierung befinden. Der zukünftige Unternehmenserfolg hängt davon ab, in welchem Ausmaß die Mitarbeiter Ideenreichtum, Weitblick und Engagement entfalten können sowie in welchem Ausmaß die Führungskräfte gewillt sind, die Mitarbeiter in alle wesentlichen Entscheidungen miteinzubeziehen. Mit dem zu beschreibenden Fallbeispiel soll auch der Weg zur Kulturorientierung beschritten werden.

Ausgangssituation

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