Störfaktor Arbeitsunterbrechungen
Störfaktor eigenes Arbeitsverhalten
Dreistufige Selbstanalyse
Streß-Physiologie
Verhalten nach Gehirndominanz
Ansätze für das Selbstmanagement
Abbildungen + Diagramme
Infografik
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Anzahl Seiten: 7
Anzahl Zeichen: 23.465
Preis: 6,00 €
Von Hans Gert Lobscheid
DR. HANS GERT LOBSCHEID leitet als Honorarprofessor das Institut für Promotion und Management in Köln und hat sich als Unternehmensberater auf Management- Training, Führungstechniken, Arbeitsmethodik sowie Produktivitätsstrategie spezialisiert.
Streß ist, was davon Betroffene als solchen empfinden, eine individuelle Belastung, die das persönliche Befinden beeinflußt. Bei Streß treten körperliche wie seelische Reize auf, die sich bei einem Übermaß an Abwehrreaktionen schädigend auswirken können. Niemand aber kann und sollte jede Art von Streß vermeiden. Und zielstrebigen, arbeitsamen Managern wäre völlige Streßvermeidung am wenigsten zu empfehlen. Denn Streß im gebotenen Maß bedeutet individuellen Ansporn und Selbstbestätigung, mithin das genaue Gegenteil von Überforderung und Enttäuschung. Die Medizin unterscheidet daher auch zwischen Eustreß, einem für Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft notwendigen Zustand, und Distreß, dem Verursacher typischer Krankheitsbilder, wie sie zumal bei Managern auftreten, die ständig "unter Druck" stehen und diesem Druck konstitutionell nicht gewachsen sind. In jedem Fall entscheidet die Einstellung des einzelnen zu seiner Umwelt und deren Einflüssen darüber, ob und wie eine persönliche Belastung eintritt beziehungsweise ob und wie die täglichen Arbeitsanforderungen - Pensum, Termine, Planungs- und Führungsaufgaben, Entscheidungen (meist unter Zeitdruck) - verarbeitet werden. Um die täglichen Aufgaben bis hin zum Maß einer möglichen Überforderung erfüllen zu können, kommt es auf die persönlichen Anlagen (Konstitution) und individuellen Eigenschaften eines Managers an. Denn sie bestimmen sein Verhalten in konkreten Arbeitssituationen, mithin auch, ob und wann streßauslösende Faktoren (Stressoren) wirksam werden. Daher sollte sich jeder einzelne Manager die Frage vorlegen: Was bewirke ich selbst an Streß? Um individuellen Stressoren wirksam zu begegnen, sollte jede Führungskraft sinnvollerweise eine Art von Selbstanalyse vornehmen, bei der sie feststellt, welche körperlichen und seelischen Reaktionen unter bestimmten Belastungen auftreten; dieser erste Schritt gewährt bereits Rückschlüsse auf persönliche Schwachstellen. Der nächste Schritt führt dann zu den psychischen Komponenten, die Einstellung und Verhalten des einzelnen steuern. Individuelle Eigenschaften und Fähigkeiten ergeben sich nicht zuletzt aus der Verteilung der Hirnkomponenten (Stamm-, Zwischen- und Großhirn), deren Gestalt entscheidet über das Maß an Streßneigung. Sind Einseitigkeiten im Denken und Handeln als Ergebnis der Selbstanalyse ermittelt, können zum Ende jene Managementtechniken und Arbeitsmethoden gewählt werden, deren Einsatz sich für den jeweiligen Fall empfiehlt.
Störfaktor Arbeitsunterbrechungen