Das Lambda-Modell als Konstruktionshilfe
Schritt 1: Analysieren der Situation
Schritt 2: Konkretisieren des Problems
Schritt 3: Formulieren der Strategie
Schritt 4: Positionieren des "Produkts"
Schritt 5: Auswahl der Instrumente
Schritt 6: Erfolgskontrolle der Maßnahmen
Fazit
Literatur
Abbildungen + Diagramme
Infografik
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Preis: 6,00 €
Von Christian Scholz
PROF. DR. CHRISTIAN SCHOLZ ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement, an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken.
Beim Recruiting neuer Mitarbeiter sowie bei der Personalpflege stehen die Unternehmen gegenwärtig vor ernst zu nehmenden Schwierigkeiten. Qualifizierte Mitarbeiter sind für viele Unternehmen schwer zu bekommen, und dieses Akquisitionsproblem kennzeichnet den Markt für Facharbeiter genauso wie den für Führungskräftenachwuchs. Zunehmend müssen selbst Mittelständler darum ringen, Gruppen Höherqualifizierter für den spezifischen Charakter ihrer Unternehmen zu begeistern. Dazu kommt das Motivationsproblem. Zumal wenn Arbeitsentgelt und Arbeitszeit ihre Bedeutung als Hauptmotivatoren verlieren, gilt es, andere Faktoren zur Motivation zu nutzen, und zwar solche, die auch die emotionale Sphäre ansprechen. Wichtig ist schließlich noch ein dritter Aspekt: Güter wie Dienstleistungen werden zunehmend austauschbarer, und das resultierende Profilierungsproblem betrifft die Unternehmen auch in ihrer Rolle als Anbieter von Arbeitsplätzen. Indem sich die materiellen Entgelte annähern und die "objektiven" Eigenschaften der Beschäftigungsverhältnisse immer ähnlicher werden, kommen die Unternehmen nicht umhin, immaterielle Besonderheiten aufzubauen, die ihren (potentiellen) Mitarbeitern zusätzlich einen emotionalen Nutzen liefern. Strategisch erfordert all dies ein systematisches Vorgehen, das aktuelle Probleme lösen und zukünftige Entwicklungen antizipieren hilft. Allerlei Hoffnungen verbinden sich darum mit dem Personalmarketing: Bereits vor 15 Jahren in seinen Grundzügen entworfen und in der Marketingliteratur diskutiert, beginnt jetzt auch die personalwirtschaftliche Literatur (siehe Gaugier 1990, Seite 77-78), sich umfassend mit der Idee des Personalmarketing auseinanderzusetzen. Allerdings muß über simple Analogien zwischen Produkt- und Personalmarketing hinaus den besonderen Umständen des Personalbereichs genauso Rechnung getragen werden wie den Spezifika des Arbeitsmarktes (siehe Abbildung 1).
Einsichten des Produktmarketing mit Bedacht nutzen