RSS Freitag, 24. Mai 2013

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Der traurige Fall

Wie steht es um den Vorstand wirklich?

Wehe, wenn kein Vertrauen herrscht

Die Einheit als Aufgabe

Fazit

Anzahl Seiten: 7
Anzahl Zeichen: 28.410
Preis: 6,00 €

Aufsichtsräte müssen stärker auf die innere Verfassung der Geschäftsleitung achten

Der Vorstand uneins - eine Gefahr

Von Peter H. Schmaldienst

Als vor kurzem einige namhafte Großunternehmen unerwartet in Schiefläge gerieten, richtete sich die Kritik auch an die Adresse der Aufsichtsräte. Haben die Kontrollgremien ihre Aufgaben zu leicht genommen und daher nichts davon bemerkt, daß da Vorstände heillos zerstritten waren? Die Folgen für die Unternehmen waren schlimm genug: unklare Strategie, gebremste Innovationsfähigkeit und geschwächte Stoßkraft im Markt. Dabei haben Aufsichtsräte eindeutig die Pflicht, für die innere Einheit der Führung zu sorgen. Nur sie setzt die Energien frei, die das unternehmerische Handeln beflügeln und letztlich eine produktive Beziehung zu den Kunden schaffen. Die Einheit der Führung ist ein Wettbewerbsfaktor ersten Ranges, der leider vielfach zu wenig beachtet wird.

PETER H. SCHMALDIENST ist langjähriger Vorstandsberater mit Sitz in Nürnberg.

Aufsichtsräte sind häufig über den Zustand ihrer Unternehmen nicht umfassend informiert. In der Regel liegt das an einem Vorstand, der intern gespalten ist. Dieser kann dann nicht hinreichend offen - und damit auch rechtzeitig - darüber abstimmen, wie Probleme gelöst werden sollten. Manchmal ist auch persönliches Mißtrauen unter den Vorstandskollegen im Spiel. Solange aber Unklarheiten über die Beurteilung der Lage und denkbare Auswege fortbestehen, werden die Beteiligten sich hüten, den Aufsichtsrat zu informieren. Wer hat schon Lust, sich zu blamieren? Gewiß, in Vorstandsgremien ist oft eine konziliante, sogar lockere und gewöhnlich durchaus sachliche Atmosphäre anzutreffen. Doch wer aufmerksam darauf achtet, wie die Vorstandskollegen persönlich miteinander umgehen, kann meist erkennen, ob man sich in der Führung nicht doch uneins ist. Wie das aussehen kann, wollen wir uns am Beispiel einer Vorstandstagung der nennen wir sie Torrent AG -, dem weltweit drittgrößten Konzern seiner Branche, vor Augen führen.

Der traurige Fall

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