RSS Mittwoch, 22. Mai 2013

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Infografik

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Preis: 6,00 €

Allianzen

Ein Ende ohne Schrecken

Von Christian Müller und Peter E. Harland

ALLIANZEN : Eine Zusammenarbeit auf Zeit zwischen verschiedenen Unternehmen kann den Partnern strategische Vorteile bringen. Aber nur, wenn sie bereits im Vorfeld festlegen, welche Maßnahmen im Fall einer Trennung zu ergreifen sind.

Am 1. März 2001 fiel der offizielle Startschuss für die Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und der Lufthansa: Bahn-Kunden konnten auf ihren Reisen Meilen für das Lufthansa-Vielfliegerprogramm Miles & More sammeln. Knapp drei Jahre später beendeten die beiden Firmen die Zusammenarbeit "aus wirtschaftlichen Gründen" wieder. Offenbar waren vereinbarte Zielgrößen nicht erreicht worden.

Viele Unternehmen initiieren Kooperationen wie diese mit großer Euphorie. Sie hoffen, zusammen mit dem Partner Kosten und Zeit zu sparen, Innovationen zu generieren, neue Märkte oder Kundengruppen zu erschließen oder Vertriebsstrukturen aufzubauen. Obwohl bereits zu Beginn der Partnerschaft klar ist, dass diese nicht für die Ewigkeit bestimmt ist, fällt es den meisten Managern schwer, den Ausstieg reibungslos abzuwickeln. Offenbar gibt es zu viele Ausreden, auch erfolglose Allianzen weiterzuführen:

Persönliche Präferenzen. Die Kooperation ist das Lieblingsprojekt des verantwortlichen Managers, und ein vorzeitiges Ende würde seinen weiteren Aufstieg gefährden.

Kapitalbindung. Aufgrund bereits getätigter Investitionen traut sich kein Entscheidungsträger, das Projekt abzubrechen. Die Folge: Gutes Geld wird schlechtem hinterhergeworfen.

Image. Die Unternehmen haben Angst vor Reputationsverlust. Die Öffentlichkeit wertet das Beenden einer Kooperation häufig als Scheitern der beteiligten Firmen.

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