Wie es Teilzeitarbeitern ergeht
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Strategie 2:
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Strategie 4:
Strategie 5:
Einige Ratschläge für Manager
Anzahl Seiten: 10
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Preis: 6,00 €
Von Vivien Corwin, Thomas B. Lawrence und Peter J. Frost
In Amerika arbeiten mittlerweile fast 10 Prozent aller hoch qualifizierten Fachkräfte nicht mehr voll. Ob Ingenieure, Finanzanalysten, IT-Experten oder Berater - immer mehr versuchen, ihr Berufs- und Privatleben durch Teilzeitarbeit besser auszubalancieren. Freilich hat auch dieser Weg seine Schattenseiten: Oft arbeiten in Teilzeit beschäftigte Fachkräfte doch länger als geplant, finden ihre Leistung von Kollegen und Klienten angezweifelt oder sehen sogar, wie ihre Arbeits- und Aufstiegsmöglichkeiten beschnitten werden. Die Autoren haben die Strategien untersucht, mit denen Teilzeitarbeiter dennoch zum Erfolg kommen.
Wenn hoch qualifizierte Fachkräfte, die so genannten Professionals, in Teilzeit arbeiten, geschieht das auf Basis entsprechender Arrangements mit ihren Arbeitgebern. Obwohl solche Vereinbarungen nicht alle Probleme aus der Welt schaffen, zeigt sich am Beispiel von kreativen Pionieren, dass diese Probleme überwindbar sind. Die meisten Fachkräfte entscheiden sich für Teilzeitarbeit, weil sie ihre bisherige Lebensführung ändern wollen. Sie haben kleine Kinder, streben nach akademischen Abschlüssen oder müssen sich um ihre alten Eltern kümmern.
Allzuoft bringt eine reduzierte Arbeitszeit freilich ebenso viele Probleme wie sie löst. Nachdem sich zwei Generationen mit den jeweils vorgefundenen Teilzeitregelungen herumschlagen mussten, haben etliche Teilzeitarbeiter heute Strategien entwickelt, die zum Erfolg führen. Beachten Sie, was wir sagen: Die Teilzeitbeschäftigten selbst haben diese Lösungen gefunden. Denn die meisten Führungskräfte würden zwar der These zustimmen, Teilzeitarbeit kann einem Unternehmen nützen, doch es bleibt nach wie vor Sache der Teilzeitarbeitswilligen, die massiven Hürden bis dahin zu überwinden. Und das aus zwei Gründen:
Der erste Grund ist einfach: Überlastung. Das Treffen einer Teilzeitregelung erfordert Zeit, Mühe und Kreativität. Die meisten Führungskräfte, ohnehin schon von mehr Alltagsproblemen gestresst als hier aufgezählt werden könnten, sehen mit der Gestaltung und Umsetzung von Teilzeitvereinbarungen nur weitere Ärgernisse auf sich zukommen. Zweitens geben die meisten Unternehmen ihren Führungskräften wenig an Richtlinien oder Verfahren an die Hand, die helfen könnten, mit der Frage Teilzeitarbeit leicht fertig zu werden. So werden Manager aber kaum ermutigt, sich für Teilzeitarbeit einzusetzen, und interessierte Fachkräfte fühlen sich allein gelassen - wie in relativ unerforschtem Gelände. So fällt die Aufgabe, dieses Terrain zu erkunden, unvermeidlich denen zu, die dorthin vordringen.
In den beiden vergangenen Jahren haben wir im Rahmen eines breit angelegten Forschungsprojekts Teilzeitarbeit näher untersucht. Dabei ging es um Fragen, die mit der Balance zwischen Berufs- und Privatleben in den Vereinigten Staaten und Kanada zusammenhängen. Wir sprachen mit 30 hoch qualifizierten Teilzeitarbeitern in acht kleinen und großen Unternehmen sowie auch mit 27 ihrer Kollegen und Vorgesetzten. Zu unserer Stichprobe gehörten Ingenieure, Finanzanalysten, IT-Spezialisten und Berater. Ungefähr 80 Prozent der befragten Teilzeitbeschäftigten waren Frauen, und das weit gehend deshalb, weil der Grund für Teilzeitarbeit oft die Kinderbetreuung ist, und die obliegt meistens den Frauen.