RSS Samstag, 25. Mai 2013

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Harold Bloom im Gespräch mit Diane L. Coutu

Harold Bloom

Leseempfehlungen für Leute wie Bill Gates

von Professor Harold Bloom

William Shakespeare: Das Gesamtwerk

Miguel de Cervantes: Don Quichotte

Ralph Waldo Emerson: Essays

Calvin S. Hall: A Primer of Freudian Psychology

Philip Rieff (Hrsg): Character and Culture

Anzahl Seiten: 6
Anzahl Zeichen: 23.770
Preis: 6,00 €

Meisterwerke der Literatur - für Manager

Von Diane L. Coutu und Harold Bloom

Zeit für schöngeistige Bücher? Die sollten Sie sich nehmen, rät Ihnen einer der einflussreichsten Literaturkenner Amerikas.

Welcher Manager findet heute noch die Muße, einen Roman von über 400 Seiten zu lesen? Gleichwohl, meint Harald Bloom, sollten auch Vielbeschäftigte beherzigen: Dichter wie Shakespeare oder Autoren wie Freud können die Einstellungen jedes Einzelnen zum Leben und zur Arbeit verändern. Die Wirkung großer literarischer Werke liege schließlich darin, dass sie den Horizont ihrer Leser erweitern und gründlich zum Nachdenken über das menschliche Dasein anregen. Ob es um das Thema Entwicklung geht, um die Entdeckung des eigenen Selbst oder um die Psychologie von Menschen schlechthin - nach Blooms Überzeugung hat große Literatur gerade auch Managern viel zu bieten. Bei seiner Leseliste spielt natürlich der angelsächsische Hintergrund eine maßgebliche Rolle.

Harold Bloom im Gespräch mit Diane L. Coutu

In den 50er Jahren veröffentlichte ein Pädagoge und Geschäftsmann namens Frederic E. Pamp in der Harvard Business Review einen Artikel, in dem er die Meinung vertrat, das Studium der Geisteswissenschaften sei für Manager vielleicht relevanter als all jene Kurse, die an den Business Schools abgehalten werden. Trifft diese Aussage aber auch noch zu für die heutige, technik-gesteuerte Welt? Wer hat schon Zeit, einen dicken Roman zu lesen, wenn hunderte von E-Mails eiligst be-antwortet oder wenn Seminare besucht und Fachpublikationen studiert werden müssen. Der Kanon - einst Alma Maters Liste unentbehrlicher Werke - scheint für Führungskräfte

der Wirtschaft heutzutage ir-relevanter zu sein denn je zuvor.

Natürlich ist das nicht ganz wahr. Jeder Einzelne - unabhängig von seinem beruflichen Hintergrund - sollte seinen Geist erweitern und hin und wieder über die menschliche Spezies, das Menschsein, nachdenken. Darum, die Literatur ruft.

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